Yellowstone National Park
Wohl der Höhepunkt einer jeden USA-Reise. Neben den nachfolgend aufgeführten landschaftlichen Highlights macht vor allem der Wildreichtum den Reiz des Parks aus. Um Büffel, Wapitis oder Koyoten zu sehen braucht man die Hauptstraßen kaum zu verlassen, und mit etwas Glück sieht man auch Schwarz- oder Grizzlybären oder, mit noch etwas mehr Glück, vielleicht sogar Wölfe.
Das Minimalprogramm für Besucher mit wenig Zeit könnte folgendermaßen aussehen:

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Upper Geyser Basin: Wohl das schönste der Geyser Basins im
Yellowstone. Ein schöner Rundweg beginnt am Old Faithful, (die
ungefähren Eruptionszeiten sind im Old Faithful Inn
angeschlagen), es folgen der Grand Geyser (der höchste im Upper
Geyser Basin), der Beauty und Morning Glory Pool (wunderschöne
Farben), der Grotto Geyser und der Castle Geyser (sein Ausbruch
kann schon mal über eine halbe Stunde dauern, Regenschirm kann
dann nicht schaden).
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Old Faithful Inn: Auch wer hier nicht übernachtet, sollte
unbedingt einen Blick ins Innere werfen. Noch besser ist
natürlich, mindestens eine Nacht hier zu verbringen. Das Flair
des Hotels und die Architektur sind wirklich einmalig. Am
schönsten ist der Blick von der Terrasse am Abend wenn die Sonne
untergeht. Tip für Hotelgäste: Morgens zum Sonnenaufgang
aufstehen und gleich nach draußen, dann kann man den Old
Faithful und die Umgebung ohne die sonst üblichen
Menschenmassen geniessen. Die meisten Zimmer sind rustikal
eingerichtet, Waschbecken im Zimmer, Toilette/Dusche im Gang. Die
Übernachtung ist erstaunlich günstig, so haben wir im Mai 1997
nur 47 US$ pro Zimmer bezahlt. Reservierungen (ohne geht
normalerweise gar nichts) bei
Yellowstone National Park Lodges - Reservation Site.
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Grand Canyon of the Yellowstone mit den Yellowstone Falls: Die
besten Viewpoint sind: Artist Point, Inspiration Point, Grandview
Point, Lookout Point, von dort 600 m langer, sehr anstrengender
Weg in den Canyon hinab zum Red Rock Point. Eine sehr schöne Perspektive hat man auch, wenn man die 328 Treppenstufen des Uncle Tom Trails in den Canyon hinabsteigt. Der Parkplatz liegt auf dem Weg zum Artist Point.
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Mammoth Hot Springs: Die Sinterterassen sind über kurze
Wanderwege gut erschlossen, wenn man Glück hat, wärmen sich
zwischen den sprudelnden Wasserquellen Wapitis auf, ein besonders
photogener Anblick.
Für Besucher mit etwas mehr Zeit bieten sich folgende empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten an:

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Midway Geyser Basin: Hier hat das aus den Pools abfließende Wasser Ablagerungen in allen möglichen Farben geschaffen. Die Pools selber schimmern in den schönsten Grün- und Blautönen, und beim Pool mit dem Namen Prismatic Spring ist sogar der heiße Dampf mehrfarbig. Einer unserer "Geheimfavoriten".
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Tower Falls: Weniger bekannt als die berühmten Yellowstone
Falls, aber auch lohnenswert (auch die Fahrt dorthin). Zum Fuß
der Fälle führt eine kurze, recht anstrengende Wanderung.
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Tierbeobachtung: Das Hayden Valley und das Lamar Valley, beides weite Täler mit grünen Wiesen, Bächen und Tümpeln, bieten sich für Beobachtungen von Tieren, vor allem von Bisonherden, an. Beste Zeit: Die Morgen- und Abenddämmerung.
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West Thumb Geyser Basin: Hier gibt es Pools in den verschiedensten Farben und das heiße Wasser läuft in den Yellowstone Lake.
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Fountain Paint Pot: Wie der Name schon sagt eine sehr farbenfrohe Ansammlung von heißen Pools.
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Mud Volcano: Hier ist nicht Türkis, Grün oder Blau die beherrschende Farbe, sondern schmutzig Braun. Ein schöner Kontrast zu den anderen thermalen Gebieten im Park.
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Norris Geyser Basin: Das größte Geyser Basin im Park kann nicht mit dem Upper Geyser Basin konkurrieren, aber für Besucher mit etwas mehr Zeit ein schöner
Spaziergang.
Daneben gibt es noch viele andere thermale Gebiete wie das Lower Geyser Basin und eine unüberschaubare Anzahl an Wanderwegen ins Backcountry des Parks, die auf die Erkundung warten.
Camping:
Landschaftlich schön: Mammoth Hot Springs und vor allem in Norris (dort vor allem Loop A, auf der Wiese nebenan grasen oft Büffel oder Wapitis). Auch der Tower Fall Campground liegt ganz nett, ist aber eher für Zelter oder kleine Camper geeignet. Für größere Camper gibt es dort nur wenig geeignete Plätze. Nicht ganz so schön ist der
Campground in Madison, dafür hat er 1997 aber neue sanitäre
Anlagen bekommen. Reservierungen (in der Hochsaison zu empfehlen)
beim
US National Parks Reservation Service. Ein besonders empfehlenswerter
Campground für Reisende, die aus nordwestlicher Richtung kommen,
ist der Beaver Creek Campground, 8 Meilen nördlich des West
Entrance am HWY 191. Der einfache Platz (Plumsklos) liegt sehr
schön auf einer Anhöhe zwischen Wiesen und Wäldern und gehört
zu unseren Top Ten Campgrounds. Wer es gerne komfortabler möchte: Der KOA in West Yellowstone bietet allen Komfort (sogar ein Hallenbad) und ist dabei noch recht nett angelegt.
Bildergalerie:
Weitere Bilder vom Yellowstone gibt es
hier.
Yellowstone-Links:
http://www.nps.gov/yell/
http://www.yellowstone-natl-park.com/index.html
http://www.yellowstone.net/
http://www.YellowstoneAssociation.org/
http://yellowstonepark.com/
http://www.ylwstone.com/
Umgebung Yellowstone
Nicht nur der Nationalpark selbst, auch die Umgebung von Yellowstone hat einiges zu bieten:
Jackson Hole:
Beschreibung siehe
unten.
Grand Teton National Park:
Beschreibung siehe
unten.
Bighorn Mountains :
Die Fahrt dorthin führt zunächst über den 2600 m hohen Sylvan Pass aus dem Park hinaus Richtung Cody und ist sehr abwechslungsreich. Zunächst Wälder und Flüsse, dann steile Felswände und kuriose Felsformationen fast wie im Südwesten der USA.
Cody selbst gibt sich ganz als Westernstadt, ist ziemlich touristisch und macht viel Werbung mit seinem berühmtesteten Sohn Buffalo Bill. Uns hat's nicht so gefallen. Durch eine eher karge Landschaft mit kleinen Hügeln in den unterschiedlichsten Rot- und Ockertönen geht es dann zum 3000 m hohen Granite Pass mit Waldgebieten und Bergwiesen. Für einen Zwischenstop bieten sich die Shell Falls an. Es gibt sogar einen kleinen Andenkenladen des National Forest Service. Bei der Fahrt durch die schöne Gebirgslandschaft der Bighorn Mountains hat man gute Chancen, Wild zu sehen. Wir haben an einem Tag 10!!! Elche gesehen. Camping: In Cody und Greybull gibt es KAO-Kampgrounds, beide nicht sonderlich attraktiv. In den Bighorn Mountains gibt es verschiedene National Forest Campgrounds. Weitere Infos:
http://www.Bighorns.com.
Bighorn Canyon National Recreation Area:
Hier wurde der Bighorn River zum Bighorn Lake aufgestaut. Das Wasser ist ein bischen schlammig grün, vielleicht ist das mit ein Grund warum die Touristenmassen hier nicht hinkommen. Trotzdem ist der Canyon mit seinen Felswänden und Hügeln in den verschiedensten Farbtönen sehenswert. Eine Landschaft wie man sie eigentlich eher in Südutah erwartet und nicht im Grenzgebiet zwischen Montana und Wyoming. Camping: Im Park gibt es 2 recht schön gelegene Campgrounds. Weitere Infos:
http://www.nps.gov/bica/index.htm.
Beartooth Highway / Red Lodge:
Siehe unter
Montana.
Virginia City / Nevada City:
Siehe unter
Montana.
Grand Teton National Park
Ist für Yellowstone Besucher auf jeden
Fall einen Abstecher wert. Einen vergleichbaren Anblick, daß
über 4000 m hohe Berge unmittelbar aus der umgebenden Prärie
herausragen, findet man sonst nirgendwo, und durch ihr markantes
Aussehen gehören die Tetons zu den schönsten Gebirgszügen, die
wir je gesehen haben.
Für Autofahrer gibt es 2 Alternativrouten durch den Park: Die Teton Park Road und den Hwy 191. Beide Routen haben ihren Reiz. Während man auf der Teton Park Road am Jackson- und am Jenny Lake entlang fährt, bietet die Fahrt über den Hwy 191 schöne Ausblicke auf den Snake River. Wer ausreichend Zeit hat, sollte beide Routen abfahren. Den schönsten Ausblick bieten die Aussichtspunkte an der Signal Mountain Road, die von der Teton Park Road abzweigt. Die Serpentinenstraße ist nur in den Sommermonaten geöffnet und für größere Wohnmobile nicht geeignet.
Wanderungen:
Auf unseren bisherigen Besuchen haben wir 2 Wanderungen unternommen:
- Im Mai 1997 waren viele Bereiche des Parks
wegen Schnee noch nicht zugänglich und man empfahl uns im Visitor Center die
Wanderung zu den Hidden Falls. Der Weg führt sehr schön am
Jenny Lake entlang, und was als netter Spaziergang begann, endete
als anstrengende Wanderung durch kniehohen Schnee (mit Shorts!).
Die Hidden Falls machen ihrem Namen alle Ehre, sie sind so gut
versteckt, daß wir zuerst daran vorbeigelaufen sind.
Schließlich haben wir sie dann aber doch gefunden. Zeitbedarf
für die Wanderung: ca. 3 Std., ohne Schnee wird es natürlich
etwas schneller gehen. Insgesamt ein unvergeßliches Erlebnis.
- Im Mai 2001 haben wir uns für die Wanderung zum Taggert Lake entschlossen. Für den ca. 4 Meilen langen Rundweg haben wir 1 3/4 Stunden gebraucht. Er führt zunächst an einem Gebirgsbach entlang durch ein Gebiet, in dem vor einigen Jahren ein Waldbrand gewütet hat und wo mittlerweile junge Bäume nachgewachsen sind. Das Panorama am Taggert Lake mit den Gipfeln der Tetons im Hintergrund ist sehr schön. Zurück zum Parkplatz geht es dann durch dichten Wald.
Camping:
Der von der Lage her schönste Campground auf unserer Rundreise im Mai/Juni 2001 war der Signal Mountain Campground. Von den Plätzen hat man z.T. tolle Aussichten auf den Jackson Lake und Mount Morant, Grand Teton und Middle Teton im Hintergrund.
Grand Teton Links:
http://www.nps.gov/grte/
Jackson Hole
Die Stadt ist das südl. Tor zu den Nationalparks Yellowstone und Grand Teton und dementsprechend voll auf Tourismus eingestellt. Es gibt viele Hotels, Restaurants, Cafes, Saloons, Geschäfte etc.
Ein sehr gutes Visitor Center mit freundlichem, hilfsbereitem und sachkundigem Personal sowie Informationsmaterial zum Ort und zur gesamten Umgebung einschl. der beiden o.g. Nationalparks findet man an der Cache St. (Hwy 89 Richtung Grand Teton). Sehr nett ist die Innenstadt um den Townsquare mit dem berühmten Torbogen aus Hirschgeweihen und den im Westernstil gehaltenen Häusern.
Richtig Leben in die Stadt kommt am Memorial Day Weekend Ende Mai. Dann finden die Old West Days statt und mit diversen Veranstaltungen im Bereich des Town Square, einer großen Parade sowie einem Rodeo läßt die Stadt ihre alte Wildwest Vergangenheit (die Jackson eigentlich gar nicht hat) wieder aufleben. Vieles wirkt für uns Europäer ein bischen typisch amerikanisch kitschig, sehenswert sind diese Veranstaltungen aber allemal, uns hat's jedenfalls gut gefallen. Was uns noch gut gefallen hat: Die Buslinie, mit der man kostenlos quer durch den Ort fahren kann.
Eine absolute Touristenattraktion ist die berühmte Million Dollar Cowboy Bar in der Innenstadt. Dort sitzt man nicht auf Barhockern vor der Theke, sondern auf echten Sätteln. Eine Erfahrung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.
Natürlich gibt es in Jackson auch eine große Anzahl von Anbietern, die Ausflüge in die benachbarten Nationalparks oder andere Touren anbieten. Besonders beliebt sind die Schlauchboottouren auf dem Snake River, sei es als wilde Rafting Trips, sei es als ruhigere Bootsfahrt zur Tierbeobachtung, beides auch landschaftlich sehr reizvoll vor der imposanten Kulisse der Teton Range. Man sollte die Touren der verschiedenen Anbieter vergleichen. Einige haben die Erlaubnis mit ihren Booten in den Grand Teton Nationalpark hineinzufahren, andere fahren "nur" außerhalb des Parks.
Camping:
Wer zentral im Ort campen möchte für den bietet sich der Virginian RV Park an, der zum Virginian Hotel gehört und an der Virginian Lane liegt. Der Platz ist nicht gerade schön, aber für einen Stadtplatz noch ganz akzeptabel mit allen üblichen Serviceeinrichtungen. Billig ist er allerdings nicht, wir haben im Mai 2001 fast 40 US$ bezahlt. Dafür übernachtet man recht zentral im Ort und hat eine Haltestelle der kostenlosen Buslinie vor der Haustür.
Jackson-Links:
http://www.jacksonholechamber.com/
http://jacksonwy.agd.myareaguide.com/
http://www.jacksonholetraveler.com/
http://www.jacksonholenet.com/JH/
Fort Laramie National Historic Site
Lage: Ca. 50 mi. nördlich von Cheyenne
von der I25 auf die SR160, dann nochmal 30 mi. Bei der Ankuft
waren wir zunächst etwas enttäuscht. Unter einem Fort stellt
man sich üblicherweise eine von Holzpallisaden umgebene Ansammlung von
Blockhäusern vor. Hier gab es weder Pallidaden noch
Blockhäuser, sondern einfach nur alte Häuser, die von außen
nicht unbedingt schön aussahen. Das was im Inneren ausgestellt wurde, war dann
aber doch recht sehenswert, und es gab einige interessante Erläuterungen zur
Geschichte des Forts und der Indianer dieser Region. Das ganze
ist natürlich für Amerikaner doch etwas interessanter als für
uns Europäer und von daher keinen großen Umweg wert.
Weitere Infos:
http://www.nps.gov/fola/
Devilīs Tower National Monument
Liegt in den Black Hills von Wyoming. Um den Tower herum verläuft ein schöner, lohnenswerter Wanderweg (ca. 1 1/2) km. Nicht nur der Turm selbst, sondern auch die Umgebung aus Wäldern und roten Felsen ist sehenswert. Der Park hat uns aber noch aus einem anderen Grund gut gefallen. Kurz hinter dem Parkeingang liegen direkt an der Straße einige Präriehundkolonien, und in keinem anderen Park (Badlands NP, Th. Roosevelt NP, Custer SP) kam man so nah an die Präriehunde heran, sodaß wir hier phantastische Foto- und Filmaufnahmen machen konnten.
Camping:
Im Park gibt es unweit der Präriehundkolonien einen schönen Campground,
wir haben uns aber für den KOA direkt vor dem Parkeingang entschieden, der recht schön
vor einer roten Felswand liegt (mit Pool).
Weitere Infos:
http://www.nps.gov/deto/